Die Sammlungen des Vereins
Der Historische Verein von Oberbayern befasste sich jedoch nicht nur mit Geschichtsforschung in Form von Vorträgen und Publikationen, sondern er begann umgehend eine Bibliothek sowie eigene Sammlungen aufzubauen. Reicher Zufluss an Objekten kam vor allem aus dem Bereich der Vor- und Frühgeschichte, deren Erforschung damals noch ausschließlich in den Händen interessierter Laien lag. Es entstanden eine Münz- und Medaillensammlung, eine
„Allgemeine Sammlung von Altertümern“ sowie eine Wappen- und Siegelsammlung. Die Bildersammlung enthielt zunächst vor allem Abbildungen oberbayerischer Bau- und Kunstdenkmäler
ab 1846 wurde sie jedoch um Porträts bayerischer Persönlichkeiten erweitert. Die topografischen Blätter waren dazu gedacht, Bildmaterial zu den nach und nach erarbeiteten Ortsgeschichten des Vereinsgebietes bereitzustellen. Handelte es sich dabei anfangs vor allem um Holzschnitte, Kupfer- und Stahlstiche sowie um Lithografien (später kamen auch Fotografien dazu), so legte man schon bald besonderen Wert auf Handzeichnungen. Im Jahr 1846 beauftragte der Historische Verein den Landschaftsmaler Carl August Lebschée (1800-1877) damit, eine „Handzeichnungssammlung oberbayerischer Bau- und Kunstdenkmäler“
anzulegen, die vor allem Münchner Bauwerke in ihrer architektonischen Entwicklung systematisch dokumentieren sollte. Alle genannten Sammlungen wuchsen im Lauf der Jahre durch Geschenke, Vermächtnisse, aber auch durch Ankäufe (1896 etwa konnte der Nachlass des Malers Johann Georg von Dillis erworben werden und „zweckmäßigen Umtausch“ beträchtlich an.
ab 1846 wurde sie jedoch um Porträts bayerischer Persönlichkeiten erweitert. Die topografischen Blätter waren dazu gedacht, Bildmaterial zu den nach und nach erarbeiteten Ortsgeschichten des Vereinsgebietes bereitzustellen. Handelte es sich dabei anfangs vor allem um Holzschnitte, Kupfer- und Stahlstiche sowie um Lithografien (später kamen auch Fotografien dazu), so legte man schon bald besonderen Wert auf Handzeichnungen. Im Jahr 1846 beauftragte der Historische Verein den Landschaftsmaler Carl August Lebschée (1800-1877) damit, eine „Handzeichnungssammlung oberbayerischer Bau- und Kunstdenkmäler“
anzulegen, die vor allem Münchner Bauwerke in ihrer architektonischen Entwicklung systematisch dokumentieren sollte. Alle genannten Sammlungen wuchsen im Lauf der Jahre durch Geschenke, Vermächtnisse, aber auch durch Ankäufe (1896 etwa konnte der Nachlass des Malers Johann Georg von Dillis erworben werden und „zweckmäßigen Umtausch“ beträchtlich an.1908 verließ der Historische Verein seine längst zu eng gewordenen Räume in der Alten Akademie und bezog ausreichend große Räume in der Herzogspitalstraße 18. Doch die Freude darüber war nur von kurzer Dauer. Da sich das Gebäude in staatlichem Besitz befand und
schon bald anderweitig genutzt werden sollte, war der Verein schon im darauffolgenden Jahr zu einem abermaligen Umzug gezwungen. Ein neues Quartier fand sich schließlich in der Schwere-Reiter-Kaserne an der Zweibrückenstraße. Die auch hier bald herrschende Raumnot und die dadurch bedingte unzureichende Unterbringung der vereinseigenen Sammlungen führte seit 1937 dazu, dass sukzessive Sammlungsgegenstände leihweise an staatliche, kommunale und kirchliche Institutionen abgegeben wurden, die die Objekte konservatorisch besser betreuen konnten (siehe
Links).
schon bald anderweitig genutzt werden sollte, war der Verein schon im darauffolgenden Jahr zu einem abermaligen Umzug gezwungen. Ein neues Quartier fand sich schließlich in der Schwere-Reiter-Kaserne an der Zweibrückenstraße. Die auch hier bald herrschende Raumnot und die dadurch bedingte unzureichende Unterbringung der vereinseigenen Sammlungen führte seit 1937 dazu, dass sukzessive Sammlungsgegenstände leihweise an staatliche, kommunale und kirchliche Institutionen abgegeben wurden, die die Objekte konservatorisch besser betreuen konnten (siehe
Links).Nach dem Zweiten Weltkrieg fand der Historische Verein im Stadtarchiv München an der Winzererstraße eine neue Heimstatt. Von den Sammlungen des Vereins verblieben im Stadtarchiv neben der Vereinsbibliothek (ca. 50.000 Bände) alle archivalischen Bestände (Urkunden, Nachlässe, Manuskripte u.a.) sowie die sogenannte „Bildersammlung“. Findbücher zu diesen Sammlungen befinden sich im Lesesaal des Stadtarchivs.
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